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ANIME

Begriffsdefinition

Anime (jap. アニメ ) ist eine Abkürzung des englischen Begriffs animation (jap. アニメーション animēshon) und bezeichnet außerhalb von Japan, speziell in den westlichen Ländern, in Japan produzierte Zeichentrickfilme charakteristischer Machart. In Japan selbst steht Anime für alle Arten von Zeichentrickfilmen, für die im eigenen Land produzierten genauso wie für importierte.

Geschichtliches

Im Gegensatz zu Japan, wo Bildergeschichten, sei es in Printform, sei es in bewegten Bildern, durchaus auch für Erwachsene salonfähig sind und ein Liebhaber sich nicht an „altersgerechte“ Werke zu halten braucht, ist es im Westen, vor allem aber im deutschsprachigen Raume üblich, solcherlei Medien als Kinderkram abzutun.
Dies hatte zur Folge, dass, wenn überhaupt, zunächst nur „kindgerechte“ Anime, so die hierzulande übliche Bezeichnung für japanischen Zeichentrick bzw. Produktionen in seinem Stil importiert oder gar eigens in Auftrag gegeben wurden. Zu „brutale“ Vertreter wurden einer regelrechten kulturellen Zensur unterworfen, und in den Fällen, in denen man einen Anime dann einmal in seiner Originalität beließ, erzeugte dies postwendend eine heftige Abwehrreaktion auf seiten der Eltern und Pädagogen ob jener „Gewaltverherrlichung“, wobei sich die Bezeichnung „Anime“ erst Mitte der 70er eingebürgert hat und die dt.-europ. Koproduktionen häufig nicht mit ihr tituliert werden.
Erst mit der Zeit ließ man auch anspruchsvollere Vertreter ins Land, so dass gegen die Jahrtausendwende, und somit mehr als dreißig Jahre später als im Herkunftsland, allmählich ein immer größeres „erwachsenes“ Liebhabertum entstand, obwohl der deutsche und überhaupt europäische Markt, im Gegensatz zum Japanischen, oder Amerikanischen, vergleichsweise wenig Gewicht besitzt.
Die Umfang der japanischen Animeproduktionen lässt sich aus rein deutscher Perspektive hinblicklich ihrer geschichtlichen Entwicklung wie folgt unterteilen:

Inhalt moderner Anime

Während europäische und amerikanische Zeichentrickfilme hauptsächlich auf ein jüngeres Publikum abzielen, kindgerechte Inhalte und Comedy daher im Vordergrund stehen und andere Genres eher Randerscheinungen darstellen, gibt es bei Anime ein breit gefächertes Themenspektrum für alle Altersstufen. Von Literaturverfilmungen (z. B. Das Tagebuch der Anne Frank) über Horror bis hin zu Sciencefiction werden nahezu alle Bereiche und Altersklassen abgedeckt. Auch gibt es Genres bei Anime, die fast ausschließlich in diesen vorkommen (z. B. Mecha-Serien über überdimensional große Roboter). Ein Schwerpunkt der Produktionen liegt allerdings auch in Japan bei TV-Serien für Kinder und Jugendliche, denen oft etwas mehr „zugemutet“ wird als in westlichen Kinderfilmen üblich.

Anime-typische Bildsprache

Die meisten Animes haben alle eines gemeinsam: ihre eigentümliche Bildsprache. In sehr vielen Animes werden übergroße Körperteile als Betonung für bestimmte Situationen benutzt. So sind z. B. hochrote Köpfe ein Anzeichen für eine besonders große Peinlichkeit, viele Schweißtropfen im Gesicht zeigen die Ahnungslosigkeit von manchen Personen, eine große Schweißperle an den Schläfen zeigt die Verlegenheit und Wut wird meist durch einen sehr großen Körper dargestellt, der sich über einen anderen beugt und diesen anschreit. Doch nicht in allen Animes wird diese Bildsprache benutzt, eine so derart ausgeprägte Bildsprache wird nur in den Animes für das jüngere Publikum benutzt, wie in den Serien Pokémon, Digimon, Hamtaro usw. Animes für das ältere Publikum wie z. B. Armitage III, X (Film und Serie), Akira und Prinzessin Mononoke verzichten komplett auf eine solche Bildsprache, um auf ihre Weise nah an die Realität zu kommen.
Die satirisch konzipierte Excel Saga wiederum übertreibt diese Stilelemente bis ins Maßlose, um den Anime als solchen zu verballhornen.

Bedeutung von Anime in Japan

Anime sind ein fester Bestandteil des japanischen Kulturgutes. Die Bedeutung der Anime in Japan kann man an der Tatsache erkennen, dass die drei (bis 2003) erfolgreichsten Kinofilme in Japan Anime sind: Mononoke Hime (engl.: Princess Mononoke, dt.: Prinzessin Mononoke), Pokémon: Der Film und Sen to Chihiro no Kamikakushi (engl.: Spirited Away, dt.: Chihiros Reise ins Zauberland).

Pornographische Anime (sog. Hentai) machen nur einen kleinen Teil des japanischen Kaufvideo-Marktes aus, im Kino werden sie in Japan überhaupt nicht gezeigt. Im Gegensatz zu weit verbreiteten Vorurteilen liegt der Hentai-Anteil bei Anime nur bei ca. 5% der Gesamtproduktion. Dennoch beinhalten viele Anime erotische Ansätze, obwohl sie nicht den Hentai zugeordnet werden.


Arbeitsbedingungen japanischer Anime-Zeichner

Laut einer im Jahr 2005 durchgeführten Studie arbeiten japanische Anime-Zeichner im Durchschnitt 10,2 Stunden pro Arbeitstag bzw. 250 Stunden pro Monat. Zwei Drittel aller Zeichner verdienen weniger als 3 Millionen Yen (ca. 21.700 Euro) pro Jahr, 27 % geben sogar einen Jahresverdienst von weniger als 1 Million Yen (ca. 7.200 Euro) an. 80 % aller Zeichner arbeiten nach einem festen Bezahlungsschema, bei dem sie pro Einzelbild im Durchschnitt 186,9 Yen (ca. 1,35 Euro) erhalten.

Anime in Deutschland


Anime im deutschen Kino

Der erste Anime in Deutschland war der Kinofilm Der Zauberer und die Banditen (jap. 少年猿飛佐助 shōnen sarutobi sasuke [1], engl. Magic Boy) von Studio Toei aus dem Jahr 1959. Er hatte seinen deutschen Kinostart am 16. März 1961.

Seither sind im deutschen Kino insgesamt ca. 25 bis 30 Anime-Filme gezeigt worden, u. a. Akira (1991), Ghost in the Shell (1997), Perfect Blue (2000), Prinzessin Mononoke (2001), Chihiros Reise ins Zauberland (2003) und Das wandelnde Schloss (2005). Die bisher höchsten Zuschauerzahlen hatten die drei im Kino gezeigten Filme zur Pokémon-Serie.

Anime im deutschen Fernsehen

Die erste Anime-Serie im deutschen Fernsehen war die Serie Speed Racer (Tatsunoko Productions, 1967), von der im November und Dezember 1971 in der ARD drei Folgen gezeigt wurden. Die vierte Folge war zwar für den 23. Dezember 1971 angekündigt, ihre Ausstrahlung wurde jedoch aufgrund von Protesten von Eltern kurzfristig gestrichen und die Serie vollständig abgesetzt.

Am 31. Januar 1974 startete mit Wickie und die starken Männer der nächste Anime im deutschen Fernsehen, dieses Mal im ZDF. Weitere Starttermine bekannter und inzwischen zum Kult gewordener Anime-Serien:

5. November 1974: Barbapapa (ZDF; japanisch-französische Koproduktion)
9. September 1976: Die Biene Maja (ZDF)
8. September 1977: Pinocchio (ZDF)
18. September 1977: Heidi (ZDF)
21. September 1978: Sindbad (ZDF)
6. September 1980: Marco (ARD)
27. September 1980: Captain Future (ZDF)
29. August 1981: Nils Holgersson (ARD)

Mit Ausnahme von Captain Future, gegen das es zahlreiche Proteste von Eltern gab und vor dem in den 1980er-Jahren sogar in einigen Schulbüchern gewarnt wurde, umfassten Animes im deutschen Fernsehen lange Zeit nur Serien für Kindergarten- und Grundschulkinder – und dass es sich dabei um Zeichentrickfilme japanischen Ursprungs handelte, ist selbst heute teilweise noch nicht bekannt. (Zum Vergleich: Das Altersspektrum der in Frankreich, Spanien und Italien ausgestrahlten Anime reichte schon Ende der 1970er-Jahre bis zu älteren Jugendlichen, eine gezielte Anime-Fanbewegung entwickelte sich dort bereits im Laufe der 1980er-Jahre.)

Am 11. Januar 1988 ging aus dem Musikvideo-Abspielprogramm musicbox der Privatsender Tele 5 hervor. In seinem Nachmittagsprogramm Bim Bam Bino wurden ca. ab 1989 zum ersten Mal in Deutschland auch Anime für ältere Kinder und Jugendliche ausgestrahlt. Serien wie Miyuki, Mila Superstar (jap. Attack No. 1), Die Königin der tausend Jahre (jap. Shin Taketori Monogatari Sennen Joō ) und Saber Rider und die Starsheriffs (jap. Sei Jūshi Bismark) führten zur Gründung von ersten Anime-Fanclubs in Deutschland, die sich aber oft auf die jeweilige Serie beschränkten. Nach der Umwandlung von Tele 5 in das Deutsche Sportfernsehen (DSF) am 1. Januar 1993 wurden einige dieser Anime von anderen Privatsendern übernommen, andere wurden jedoch nie wieder gezeigt.

Einen entscheidenden Schub erlebte die deutsche Anime-Fanszene durch die fünf Staffeln bzw. 200 Folgen lange Serie Sailor Moon (jap. Bishōjo Senshi Sailor Moon). Beim Zeigen der ersten TV-Staffel von Oktober 1995 bis September 1996 im ZDF wurde die Serie allerdings wegen ihrer Ausstrahlung inmitten eines Zeichentrick-Programmblocks von den meisten TV-Zeitschriften nicht gesondert erwähnt. Erst durch die erneute Ausstrahlung ab Mai 1997 bei RTL II wurde Sailor Moon, dessen primäre Zielgruppe in Japan eigentlich Mädchen in der Pubertät waren, zum Kultfaktor einer neuen Fanbewegung. Es folgte eine ganze Welle von weiteren Animeserien, zum Teil um Dekaden verspätet (Dragonball u.a.)

Eine sehr stiefmütterliche Behandelung widerfuhr den Anime, die auf VOX bzw. VIVA um die Jahrtausendwende ausgestrahlt wurden. Serien wie u.a. Hellsing, Noir und Golden Boy wurden auf VIVA aus Jugendschutzgründen unter der Woche zur Nacht gesendet. Noch ungünstiger war die Handhabe auf VOX, dass u.a. Record of Lodoss War und Neon Genesis Evangelion (in Jp. die erfolgreichste Animeserie bisher) zu zweistündigen Blöcken zusammenfaste, sie mit semiprofessionellen dt. Untertiteln belegte, um die Synchro einzusparen, und unregelmäßig nach Mitternacht sendete. Trotz dieser ungünstigen Vorgehensweise erlangten diese Serien hierdurch auch in Dtl. Kultstatus, wenn auch nur in kleinerem Kreise.


MANGA

Begriffsdefinition

Ähnlich wie der westliche Begriff Comic ist auch Manga in seiner Bedeutung eher unscharf und schließt neben statischen Bildergeschichten, kurzen Comic Strips und Karikaturen z. B. auch Zeichentrickfilme mit ein. Um sie besser von Comics in Buchform unterscheiden zu können, hat sich für japanische Zeichentrickfilme jedoch weltweit die Verwendung des Fachwortes Anime durchgesetzt. Als Mehrzahl von Manga ist im Deutschen sowohl „die Manga“ als auch „die Mangas“ üblich.

In Japan wird der Begriff Manga gleichberechtigt mit Comic (コミック komikku) für alle Arten von Comics verwendet, unabhängig von ihrer Herkunft. Im Westen bezeichnete man mit Manga zunächst meist nur Comics aus Japan, mittlerweile wird der Begriff aber vor allem von Comic-Verlagen auch zunehmend für Comics aus anderen Ländern verwendet, die sich am Stil japanischer Produktionen orientieren.

In Abgrenzung zu den japanischen Manga werden Comics aus Südkorea als Manhwa und Comics aus dem chinesischen Raum als Manhua bezeichnet.


Geschichtliches

In Japan zeichneten buddhistische Mönche schon ab dem 6. und 7. Jahrhundert Bildergeschichten auf Papierrollen. Das bekannteste dieser Werke ist die erste von insgesamt vier Chōjūgiga (jap. 鳥獣戯画, Vogel- und Tierkarikaturen) von Sōjō Toba (1053-1140): Dabei handelt es sich um eine Satire, in der sich Tiere wie Mönche benehmen (nachgezeichnete Skizze des Originals). Im 13. Jahrhundert begann man, Tempelwände mit Zeichnungen von Tieren und vom Leben nach dem Tod zu bemalen. Diese Darstellungsform wurde im 16. Jahrhundert auf Holzschnitte übertragen, wobei auch Zeichnungen aus dem Alltagsleben bis hin zu erotischen Bildern hinzukamen.

Aus solchen einzelnen Holzschnitten entstanden im frühen 18. Jahrhundert die so genannten Toba-e: Bücher, in denen schwarz-weiße Holzschnittdrucke mit integriertem Text fortlaufende Geschichten bildeten und die hauptsächlich satirischen oder lustigen Inhalt hatten. Im 19. Jahrhundert waren Toba-e die beliebteste Lektüre in Japan.

Eine andere Form der Holzschnittkunst waren Ukiyo-e, die sich im späten 17. Jahrhundert entwickelten und die in Einzelbildern das unbeschwerte Leben bis hin zu sexuellen Ausschweifungen zum Inhalt hatten. Der Begriff Manga, dessen eigentlicher Urheber unbekannt ist, wurde vom Ukiyo-e-Meister Hokusai (1760-1849) populär gemacht. Die Hokusai-Manga sind Skizzen, die in insgesamt 15 Bänden veröffentlicht wurden und keine zusammenhängende Geschichte erzählen, sondern Momentaufnahmen der japanischen Gesellschaft und Kultur während der späten Edo-Zeit (1603-1867) darstellen.

Mit der zunehmenden Öffnung Japans nach außen gewann gegen Ende des 19. Jahrhunderts das amerikanische Verlagswesen an Einfluss: Neben neuen, verbesserten Drucktechniken ließ man sich von US-Karikaturen und den gerade neu entstehenden amerikanischen comic strips inspirieren (z. B. zu dem ab 1887 erscheinenden japanischen Satiremagazin Tôbaé). Trotz zunehmender Einschränkungsversuche durch die japanische Regierung konnten sich solche graphischen Veröffentlichungen in Japan bis zum Zweiten Weltkrieg halten.

Schon bald nach dem Krieg gründeten sich zahlreiche neue Kleinverlage. Der einflussreichste Wegbereiter des modernen Manga war der Arzt Osamu Tezuka (1928-1989), der nebenher als Zeichner für einen dieser Kleinverlage arbeitete. Beeinflusst vom Stil der frühen Disney-Zeichentrickfilme und von expressionistischen deutschen und französischen Filmen, gab er Anfang der 1950er-Jahre seinen Beruf auf und entwickelte nicht nur die Grundlagen des heutigen Manga-Stils, sondern auch die Basis für die moderne Anime-Industrie. Eines seiner weltweit bekanntesten Werke ist Tetsuwan Atomu (englisch Astro Boy), im deutschsprachigen Raum ist er jedoch eher durch seine TV-Serie Kimba, der weiße Löwe bekannt. Von den japanischen Fans hat Tezuka für seine Verdienste den Ehrentitel Manga no Kamisama (Gott des Manga) verliehen bekommen.


Viele moderne Mangas sind eher bild- als textlastig. Sie sind vor allem in schwarz-weiß gehalten und werden entsprechend der traditionellen japanischen Leserichtung von „hinten“ nach „vorne“ und von rechts nach links gelesen. In Japan erscheinen Mangas in folgenden Formen:

* Vier-Bilder-Manga (4コマ漫画 yonkoma manga) entsprechen den amerikanischen comic strips und werden wie diese in Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht.
* Wöchentlich bis monatlich erscheinen telefonbuchdicke Manga-Magazine (漫画雑誌 mangazasshi), in denen auf 200 bis über 1000 Seiten die neuesten Kapitel mehrerer Serien zusammengefasst werden. Sie sind für umgerechnet zwei bis fünf Euro an jedem Zeitungsstand erhältlich, haben eine schlechte Papier- und Druckqualität und werden normalerweise nach dem Lesen weggeworfen. Zu den bekanntesten japanischen Manga-Magazinen gehören u. a. Shōnen Sunday (seit 1959) und Big Comic (seit 1968) vom Shogakukan-Verlag, Shōnen Magazine (seit 1959) vom Kodansha-Verlag und Shōnen Jump (seit 1968) vom Shueisha-Verlag. Manga-Magazine machen etwa 70 % des japanischen Manga-Marktes aus.
* Jeweils im Abstand von mehreren Monaten erscheinen Taschenbücher mit Schutzumschlag (単行本 tankōbon), in denen mehrere vorher in den Magazinen erschienene Kapitel einer erfolgreichen Serie in sehr guter Druckqualität zum Sammeln und Aufbewahren neu aufgelegt werden. Oft enthalten sie zusätzliche Bonus-Kapitel, die nicht vorher in den Magazinen abgedruckt wurden, allerdings sind die in den Magazinen farbig gedruckten Kapitel-Einleitungsseiten dafür meistens schwarz-weiß. Immer häufiger werden von diesen Taschenbüchern neben der normalen Auflage auch limitierte Sonderausgaben veröffentlicht, denen exklusive Figuren oder Merchandising-Artikel zur jeweiligen Serie beiliegen. Der Anteil der Manga-Taschenbücher am japanischen Manga-Markt umfasst etwa 30 %.


Verbreitung in Japan

Mit der Zeit haben sich verschiedene Untergruppen für nahezu jede Zielgruppe herausgebildet, unterteilt z. B. nach Alter (von Kleinkind-Manga bis zu Silver Manga für Senioren), sexueller Orientierung (z. B. Hentai, Yuri und Yaoi), Hobbys oder Fachgebieten (z. B. Jidaigeki, die sich mit japanischer Geschichte oder mit Religion beschäftigen). Bei Mangas für Jugendliche wird beispielsweise zwischen Themen für Mädchen (Shōjo) und für Jungen (Shōnen) unterschieden, diese Abgrenzungen sind außerhalb Japans allerdings weniger scharf. Manga-Zeichnungen finden auch jenseits des reinen Geschichtenerzählens breite Anwendung, z. B. in Kochbüchern oder Bedienungsanleitungen.

Als Dōjinshi bzw. Dōjin bezeichnet man von Fans gezeichnete inoffizielle Fortsetzungen oder Alternativgeschichten zu bekannten Anime/Manga oder Spielen. In Japan werden sie oft von spezialisierten Kleinverlagen oder in Eigeninitiative veröffentlicht. Die zwei Mal jährlich in der Hauptstadt Tokyo stattfindende Comiket ist nicht nur die größte Dōjinshi-Messe Japans, sondern mit über 40.000 Ausstellern und über 450.000 Besuchern sogar die größte Comic-Veranstaltung der Welt.

Manga als Wirtschaftsfaktor

Mangas sind eine der Hauptsäulen des japanischen Verlagswesens. Im Jahr 2002 machten sie 38,1 % aller Drucksachen in Japan aus, wovon knapp 28 % auf Manga-Magazine und knapp 11 % auf Manga-Taschenbücher entfielen (in Deutschland umfassen Comics nur ca. 3 % aller Drucksachen).

Statistisch gesehen kauft jeder Japaner pro Jahr 15 Mangas (Deutschland: 0,25 Comics pro Kopf und Jahr). Dies spiegelt sich in den Umsatzzahlen wider: 2004 lagen die Gesamteinnahmen bei Manga-Magazinen bei ca. 255 Milliarden Yen und bei Manga-Taschenbüchern bei ca. 250 Milliarden Yen (zusammen etwa 3,7 Milliarden Euro).


Die erfolgreichsten Manga-Serien in Japan nach Verkaufszahlen (Stand März 2005):

* Kochira Katsushika-ku Kameari Kouen-mae Hashutsusho (gegenwärtig 147 Bände): 130 Millionen Exemplare
* Dragonball (42 Bände, abgeschlossen): 126 Millionen Exemplare
* Oishimbo (gegenwärtig 90 Bände): 111,2 Millionen Exemplare
* Golgo 13 (gegenwärtig 135 Bände): 110 Millionen Exemplare
* Detektiv Conan (gegenwärtig 51 Bände): 110 Millionen Exemplare
* Slam Dunk (31 Bände, abgeschlossen): 105 Millionen Exemplare
* One Piece (gegenwärtig 39 Bände): 100 Millionen Exemplare


Manga-Zeichner

Autoren von Mangas werden Mangaka genannt. Es gibt in Japan etliche Möglichkeiten, Mangaka zu werden, z. B. durch einen Sieg bei einem Zeichenwettbewerb oder durch eine erfolgreiche Bewerbung bei einem Verlag. Im Allgemeinen beginnt man dann als Assistent für „Anfängerarbeiten“ im Zeichnerteam eines bereits erfolgreichen Manga-Künstlers. Im Laufe der Zeit kann man sich innerhalb des Teams hocharbeiten und bekommt möglicherweise die Chance auf selbstständige Manga-Projekte.

Schätzungen zufolge gibt es in Japan ständig einige Zehntausend Zeichenassistenten, von denen der größte Teil mangels Aufstiegschancen jedoch nach relativ kurzer Zeit wieder aussteigt. Auch die meisten der etwa 3.000 hauptberuflich tätigen japanischen Mangaka können ihren Lebensunterhalt nicht alleine durch Zeichnen bestreiten und sind daher auf Nebentätigkeiten oder finanzielle Unterstützung angewiesen. Nur etwa 300 Künstler können ausschließlich vom Manga-Zeichnen leben – als namentlich bekannte Mangaka mit lang laufenden Manga-Serien und großen Teams.

Einige der international bekanntesten Mangaka sind neben dem bereits erwähnten Osamu Tezuka z. B. Gosho Aoyama, CLAMP, Rumiko Takahashi, Arina Tanemura, Akira Toriyama und Masamune Shirow.


Mangas in Deutschland

Die ersten in Deutschland veröffentlichten Mangas waren die Einzelbände Barfuß durch Hiroshima – Eine Bildergeschichte gegen den Krieg von Keiji Nakazawa (Rowohlt Verlag, 1982; neu aufgelegt von Carlsen Comics, 2004) und Japan GmbH von Shotaro Ishinomori (Verlag Norman Rentrop, 1989).

Während in anderen europäischen Ländern wie Frankreich, Italien und Spanien Mangas bereits seit Anfang der 1980er-Jahre in immer größeren Stückzahlen veröffentlicht wurden und sich rasch große Fangemeinden bildeten, etablierte sich das Genre in Deutschland erst ab den 1990er-Jahren dauerhaft. Die erste Manga-Serie in Deutschland war Akira im Jahr 1991, und die Mangas wurden zunächst nach amerikanischem und französischem Vorbild auf „westliche“ Leserichtung gespiegelt, auf Albenformat vergrößert und auf mehr Bände aufgeteilt. 1997 veröffentlichte der Carlsen-Verlag dann mit Dragonball die erste in original japanischer Leserichtung belassene Manga-Serie.

Mittlerweile erscheinen allein bei den größten deutschen Manga-Verlagen Carlsen, Egmont Manga und Anime (EMA), Planet Manga (Manga-Label von Panini Comics) und TOKYOPOP monatlich über 60 Manga-Bände. Außerdem werden zwei monatliche deutschsprachige Manga-Magazine veröffentlicht: Daisuki beim Carlsen-Verlag (ca. 250 Seiten, 5 Euro, Zielgruppe: Mädchen) und Manga Twister bei EMA (ca. 500 Seiten, 6,50 Euro). Nicht alle deutschen Manga-Projekte sind jedoch erfolgreich: So mussten beispielsweise die Manga-Magazine Manga Power von EMA und BANZAI! von Carlsen wegen unzureichender Verkaufszahlen bzw. Lizenzproblemen wieder eingestellt werden.

Die Entwicklung des Manga-Booms in Deutschland lässt sich z. B. an den Umsatzzahlen des Carlsen-Verlags ablesen: Während der Verlag 1995 Mangas für knapp 400.000 Euro verkaufte, lag sein Manga-Umsatz im Jahr 2000 bei über vier Millionen Euro und im Jahr 2002 bei über 16 Millionen Euro.

Seit Beginn des 21. Jahrhunderts haben Mangas auf etablierten deutschen Literaturveranstaltungen wie der Frankfurter Buchmesse und der Leipziger Buchmesse eigene Messebereiche. Außerdem werden offizielle Manga-Zeichenwettbewerbe initiiert, mit denen gezielt deutsche Nachwuchstalente gefördert werden sollen.



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